Seminare

Anja Behnsen Psychotherapeutin

Seminar-Übersicht (wenn Veranstaltungen wieder möglich):

  1. Entspannung, Achtsamkeit und Meditation
  2. Lebenslinienarbeit
  3. Die fünf Stufen der Befreiung
  4. Die drei Ängste
  5. Die fünf Schattenkinder

Die Seminarzeiten sind Samstag 10:00-18:00 Uhr und Sonntag 10:00-16:00 Uhr (Mittagspause von 12:30 bis 14:00 Uhr).

Es braucht keinerlei Vorkenntnisse für die Teilnahme.

Teilnahmegebühr je Seminar *: € 190,-

* Wenigverdiener, Studenten, Rentner, Hartz IV-Empfänger und Arbeitslose erhalten eine deutliche Ermäßigung.

Informationen zum Veranstaltungsort siehe hier (wenn Präsenzveranstaltungen möglich).

Werde dir deiner bewusst!

Viele Menschen sind durch die Corona-Pandemie und ihre Folgen auf irgendeine Weise Konflikten, Ängsten und Sorgen begegnet, haben sich mitunter ungesehen und unverstanden gefühlt. Eine kollektive Krise wühlt oft auch die eigenen Thematiken auf – es ist aber gleichzeitig die große Chance, in einer solchen Phase bei den eigenen Schwierigkeiten und Verstrickungen einmal genauer hinzuschauen und sich Zusammenhänge bewusst zu machen.

Durch Klarheit und Ehrlichkeit entstehen Lösungen und Frieden. Statt wie gewohnt in die Ablenkung oder Kompensation zu gehen, ist jetzt die optimale Zeit, an der eigenen Bewusstseinsentwicklung zu arbeiten. Es ist eine Entscheidung für ein freieres, leichteres und wahrhaftigeres Leben. Die Früchte dieser Investition lassen nicht lange auf sich warten. Es braucht keinerlei Vorkenntnisse für die Teilnahme, jede und jeder ist willkommen.

Sonja Schröter

Das Seminar findet in Kooperation mit Sonja Schröter statt. 

Entspannung, Achtsamkeit und Meditation

Stress im Alltag entsteht häufig durch die oft viel zu hohen Anforderungen an Flexibilität, Mobilität und Leistung im Privat- und Berufsleben. Viele Menschen in der heutigen Zeit sehen sich einem hohen psychischen und körperlichen Belastungsniveau ausgesetzt. Ganz zu schweigen von der besonderen Situation durch Corona und den daraus entstandenen Sorgen und Ängsten.

Durch die Konzentration auf unseren Atem lernen wir, unseren Körper zu spüren und unser Bewusstsein im Hier und im Jetzt zu halten. Das Gedankenkarussell kommt so allmählich zur Ruhe und wir schaffen Distanz zu den oft stressigen und belastenden Alltagsthemen. Neue Kraft, Gelassenheit und Klarheit stellen sich ein. Ein entspannter Körper ermöglicht eine andere Tiefe des Loslassens, weshalb es auch körperliche Entspannungseinheiten geben wird, die unsere Gedanken langsam zur Ruhe kommen lassen. Wem das lange Sitzen zu schwer wird, kann auch eine andere angenehmere Körperhaltung einnehmen, meditieren ist auch im Liegen, Stehen oder Gehen möglich.

Achtsamkeit bedeutet, sich bewusst zu machen, was gerade jetzt passiert. Die Aufmerksamkeit hin zum gegenwärtigen Augenblick zu lenken. Gewahr zu werden über das, was wir in jedem einzelnen Moment denken, fühlen, tun. Am Anfang werden wir erkennen, dass ein permanentes Abdriften in die Vergangenheit oder Zukunft geschieht, ein schier unendliches Bewerten und Vergleichen, ein permanentes Drehen im Kreis.

Das Ziel des Seminars ist die Präsenz des Augenblicks und des Seins zu erfahren. Das urteilsfreie Beobachten von Gedanken, Gefühlen und Handlungsimpulsen zu entwickeln, das uns im Alltag ermöglicht, uns selbst und andere völlig neu zu entdecken – und uns eine entspannte Haltung einnehmen und andere Spielräume erkennen lässt.

Anja Behnsen Psychotherapeutin

Lebenslinienarbeit

Mit dem Erstellen einer Lebenslinie reisen wir zurück in die Vergangenheit unserer eigenen individuellen Lebensgeschichte. Neben vielen glücklichen Momenten und Erfolgen hat jeder Mensch auch schmerzhafte und enttäuschende Ereignisse in seinem bisherigen Leben erfahren, und oft waren wir in den jeweiligen Situationen mit der Verarbeitung der Umstände und den damit einhergegangen Gefühlen überfordert. Das Erlebte und Unverarbeitete bleibt als unverheilte Wunde im System zurück, und die schwierigen Erfahrungen werden mitunter so weit ins Unterbewusste verdrängt, dass sie zwar im Alltag fast nicht mehr spürbar sind, aber aus der Tiefe heraus umso intensiver wirken und zu neuen Verstrickungen und wiederkehrenden Leid führen. Dies führt zu erneuten Schwierigkeiten und Unzufriedenheit im Leben, allerdings ergibt sich durch jede neue Krise und schmerzhafte Erfahrung auch immer wieder die Möglichkeit, ein Thema in der Gegenwart in seiner Ganzheit anzunehmen, zu verstehen und aufzulösen.

Bei der Lebenslinienarbeit erstellen wir mit gestalttherapeutischen Methoden unser bisheriges Leben. Wir lesen zwischen den Zeilen, holen verlorene Erinnerungen zurück, lösen Blockaden, erhalten Zugang zu Ressourcen und Potentialen.

Durch das Erkennen von biografischen Zusammenhängen sind wir in der Lage, unsere Ziele, Wünsche und Sehnsüchte neu zu definieren und sie später kraftvoll und mit neuem Mut zu verwirklichen.

Anja Behnsen Psychotherapeutin

Die fünf Stufen der Befreiung

Die Ursache eines Problems liegt meistens viel tiefer als die sichtbaren Auswirkungen und ist deswegen oft schwer greifbar. Doch auch wenn die Grundthematik klar ist, scheint dennoch oft die Lösung meilenweit entfernt. Wenn ein Thema die fünf Stufen der Befreiung durchlaufen hat, wird es kein Thema mehr sein.

In diesem Seminar wird es neben kurzen theoretischen Ausführungen zu allen fünf Stufen praktische und kreative Einheiten geben, die den Befreiungsprozess in seiner Wirksamkeit erfahrbar machen. Das Wissen und die Erfahrungen können danach auf alle weiteren Lebensthemen angewendet werden, das Prinzip ist dasselbe.

  1. Erkennen – zu allererst geht es darum, sich einzugestehen, dass es ein Problem gibt.
  2. Verstehen – nur wenn in der Tiefe verstanden wird, warum etwas so ist, wie es ist, kann Klarheit entstehen über den nächsten Schritt.
  3. Mitgefühl – mit sich selbst, mit den anderen, mit allem, was lebt, ist der zentrale Schlüssel zur Lösung, Befreiung und Heilung eines Themas.
  4. Frieden schließen – vergeben, verzeihen, anerkennen, dass alles nicht anders sein konnte als es war.
  5. Loslassen – bereit sein, die alten Gefühle wahrhaftig in der Tiefe loszulassen und Raum für Neues zu ermöglichen.

Letztlich geht es darum, Umstände, sich selbst und andere Menschen anzunehmen, wie sie nun einmal sind – mit all ihren Vor- und Nachteilen und Sonnen- und Schattenseiten. Diese Annahme der Realität ist aber oft eine große Herausforderung, die uns ohne externe Unterstützung selten gelingt. Die eigenen Erkenntnisse und Erlebnisse in der Gruppe zu teilen, verstärkt den eigenen Prozess und lässt einen großzügiger mit der eigenen Unvollkommenheit umgehen. Denn sie ist die Grundlage des menschlichen Daseins. Die Einsicht darüber zu haben ist das, wie wir uns von anderen unterscheiden und eine gelassenere Haltung entwickeln können.

Anja Behnsen Psychotherapeutin

Die drei Ängste

Das Konzept der drei Ängste, entwickelt vom buddhistischen Lehrmeister Thich Tien Son (Schüler von Thich Nhat Hanh), beschreibt die menschlichen Abwehrmechanismen und Kompensationsstrategien in Situationen, in denen wir uns angegriffen oder verletzt fühlen – in denen die unterschiedlichen Ängste in uns aktiviert werden. Der Ansatz leitet sich ab von der buddhistischen Lehre der drei Geistesgifte: Gier, Verblendung und Hass. Jeder Mensch trägt alle drei Aspekte in sich, und es ist auch ein bewegliches System, allerdings sind wir in einer Angst am stärksten verankert, da sie uns auf der bewussten Ebene zugänglicher ist als die anderen beiden.

Der Gier-Typus wird als Verlustängstler bezeichnet. Gier bedeutet das Verlangen von etwas, es ist in diesem Kontext vor allem die Sehnsucht nach Kontakt, Nähe, Verbindung und Liebe. Die bewusste Angst dreht sich darum, genau dies zu verlieren. Häufig werden bei diesem Angsttypen Konzepte wie Schuld entwickelt. Verlustängstler besitzen gerne die Kontrolle über Situationen und haben Schwierigkeiten mit den persönlichen Grenzen anderer.

Der Verblendungs-Typus heißt Minderwertigkeitsängstler. Verblendung steht hier für die kontinuierliche Verdrängung, die geschieht, um das Gefühl der Minderwertigkeit nicht spüren zu müssen. Es besteht eine Sehnsucht nach Orientierung, Logik und Konzepten. Das Gefühl der Minderwertigkeit wird stetig kompensiert durch Außendarstellung, Leistung und das Aneignen und Präsentieren von Wissen.

Der Hass-Typus trägt den Namen Ablehnungsängstler. Mit Hass ist in diesem Ansatz gemeint, dass jemand Gefühle wie Missbilligung, Abneigung, Wut oder Verachtung auf der bewussten Ebene in sich trägt und daher auch grundsätzlich ein eher misstrauischer und zurückgezogener Mensch ist, der gut für sich alleine sein kann und auch viel persönlichen Freiraum benötigt, um sich nicht eingeengt zu fühlen. Er hat eine Schutzmauer um sich herum aufgebaut und gibt nicht viel von sich preis, obwohl er tief im Innern eine große Sehnsucht nach Zugehörigkeit und Sicherheit trägt.

Das Konzept der drei Ängste ist ein wertvolles System der persönlichen Weiterentwicklung, es hilft beim Erkennen und Verstehen von Zusammenhängen und warum wir selbst und andere in bestimmten Situationen auf eine bestimmte Art und Weise agieren. Für alle Angsttypen gibt es viele Übungen und Hilfestellungen, die aus dem eigenen Muster hinausführen und in ein respektvolles und verständiges Miteinander münden.

Anja Behnsen Psychotherapeutin

Die fünf Schattenkinder

Die Lehre der Schattenkinder, entwickelt vom buddhistischen Lehrmeister Thich Tien Son (Schüler von Thich Nhat Hanh), ist als eine Orientierungshilfe für verschiedene Menschentypen zu verstehen. Jeder Mensch hat Sonnen- und Schattenseiten. Über viele unserer Sonnenseiten sind wir uns bewusst, anders verhält es sich mit den Schattenseiten. Diese sind genauso in uns angelegt, denn alles hat seine zwei Seiten. Aber wer will sich denn schon tiefer mit den eigenen Schwächen und nicht so vorzeigbaren Eigenschaften beschäftigen, geschweige denn sich von anderen Kritik an der eigenen Person anhören? Einen Spiegel vorgehalten zu bekommen, wenn es um die dunkleren Aspekte des eigenen Charakters geht, bedeutet eine echte Herausforderung für jeden Menschen. Die Annahme unserer Schattenseiten legt aber auch den Zugang zu einer Quelle von Wachstum, Reifung und Vervollständigung der eigenen Persönlichkeit in uns frei. Nur wer sich in seiner Ganzheit erkennt und zu allen Anteilen seines Wesens stehen kann, besitzt wahrhaftige Größe und kann die in sich angelegten Potentiale umfänglich nutzen.

Da die Muster unseres Charakters in der Kindheit entstanden sind, stehen die Schattenkinder für die frühen inneren Anteile, die wir einmal entwickelt haben, um unser Leben zu meistern. Als Erwachsene begrenzt uns eine zu enge und festgefahrene Struktur und führt oft zu Schwierigkeiten im zwischenmenschlichen Bereich. Letztlich besteht das Ziel darin, alle fünf Formen des Schattenkindes zu durchlaufen, um die eigene Persönlichkeit gänzlich annehmen und anderen Menschen gegenüber eine Haltung von aufrichtiger Toleranz entwickeln zu können.

Veranstaltungsort:

Große Insel / Mühleninsel
Krebsmühle 1
61440 Oberursel

Mit dem Auto:
Geben Sie in Ihr Navigationsgerät die Straße “Hinter der Krebsmühle” ein. Diese ist die Stadtgrenze Frankfurt/Main zu Oberursel und die richtige Einfahrt zur Krebsmühle. Es gibt großzügige kostenfreie Parkmöglichkeiten.

Mit den Öffentlichen:
Die Location ist nicht so leicht zu erreichen, da die Bushaltestelle “Krebsmühle“ gestrichen wurde. Es gibt aber entweder die Möglichkeit mit der U-Bahn-Linie U3 bis Haltestelle Niederursel und dann 10 Minuten Fußweg an der Bahn oder am Urselbach entlang Richtung Oberursel oder Haltestelle Weißkirchen und dann 15 Minuten Fußweg Richtung Frankfurt.